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HIV-Prävention

Die orale PrEP

Eine Tablette aus zwei antiretroviralen Wirkstoffen, die verhindert, dass sich HIV im Körper festsetzt. Sie wird täglich eingenommen oder nur rund um den Sex — und ist die Form der PrEP, die es fast überall gibt.

FormTablette — Tenofovirdisoproxil / Emtricitabin
Zwei SchemataTäglich oder nach Bedarf
SchutzVon 2 Stunden bis 3 Wochen, je nach Schema
VerordnungHausarztpraxis, Schwerpunktpraxis, Beratungsstelle
Frühstückstisch von oben: eine Tasse Tee, eine Schale Müsli und eine aufgeschlagene Zeitschrift

Kurz gefasst

Was ist das?

Eine Tablette mit Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin, die verhindert, dass sich HIV festsetzt. Zwei Einnahmeweisen: täglich oder rund um den Sex.

Wirkt das?

Ja, wenn die Einnahme stimmt: Dann sind Infektionen die Ausnahme. Regelmäßigkeit macht die Wirksamkeit aus, nicht Glück.

Wie fange ich an?

Eine Sprechstunde, ein HIV-Test und eine Blutuntersuchung. Das Rezept kann oft am selben Tag ausgestellt werden.

Was kostet das?

In Deutschland ist die PrEP Kassenleistung mit der üblichen Zuzahlung. Anderswo unterscheidet es sich — siehe Abschnitt zum Zugang.

Und die anderen STI?

Die PrEP schützt nur vor HIV. Das im Rahmen der Kontrollen vorgesehene Screening gehört dazu.

Kann ich aufhören?

Ja, wann Sie wollen — aber nicht am selben Tag wie der letzte Sex: Der Nachlauf zählt, und er hängt vom Schema ab.

Auf dieser Seite
01

Was es ist

Zwei antiretrovirale Wirkstoffe in einer Tablette, die im Blut und in den Schleimhäuten genug Wirkstoff halten, um HIV am Eintritt zu hindern.

Zwei Wirkstoffe in einer Tablette

PrEP — Präexpositionsprophylaxe — ist ein Medikament, das HIV-negative Menschen einnehmen, um sich vor einer Infektion zu schützen. Die orale PrEP vereint Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin und ist als Generikum erhältlich.

Was das Medikament tut

Es hält im Blut und in den Schleimhäuten genug Wirkstoff, um das Virus schon beim Eintritt zu blockieren, bevor es sich vermehren kann. Es ist keine Impfung: Der Schutz besteht nur, wenn der Wirkstoff zum Zeitpunkt des Risikos vorhanden ist — deshalb zählt die Einnahmeweise so viel.

Sie schützt nur vor HIV

Keine Wirkung auf andere sexuell übertragbare Infektionen — Chlamydien, Gonokokken, Syphilis, Hepatitis, Mpox — und keine Verhütung. Kondome, Impfungen und regelmäßiges Screening behalten ihren Platz.

02

Für wen sie gedacht ist

Die Leitlinien bieten sie breit an, ohne Mindestzahl an Partnern und ohne Rechtfertigungspflicht.

Besonders angezeigt ist sie in folgenden Situationen:

Männer, die Sex mit Männern haben, und trans Personen mit Analverkehr ohne Kondom
Partnerinnen und Partner von Menschen mit HIV, deren Viruslast noch nicht unter der Nachweisgrenze liegt
Menschen, die Sexarbeit leisten
Menschen, die Drogen injizieren und Utensilien teilen
Menschen aus Regionen mit hoher HIV-Prävalenz oder mit Partnern von dort

Der Wunsch danach ist an sich Grund genug, darüber zu sprechen: Wenn Sie meinen, einem Risiko ausgesetzt zu sein, ist die Sprechstunde der richtige Ort, das zu sagen. Ärztin oder Arzt schätzen die Situation mit Ihnen ein und schlagen das passende Schema vor.

03

Die beiden Schemata

Täglich oder nach Bedarf rund um den Sex — gleich wirksam, wenn sie eingehalten werden. Was empfohlen ist und wie lange es bis zum Schutz dauert, hängt vom Land ab.

Deutschland

In Deutschland schützt die tägliche PrEP nach 7 Tabletten. Bei Analverkehr wird noch 2 Tage nach dem letzten Risiko weiter eingenommen; bei rezeptivem Vaginalverkehr ist der Schutz nach 7 Tabletten erreicht und die Einnahme läuft 7 Tage weiter.

Tägliches Schema
  1. Tag 1Eine Tablette pro Tag, immer zur gleichen Zeit, zu einer Mahlzeit.
  2. Nach 7 TablettenDer Schutz ist erreicht und bleibt bestehen, solange weiter eingenommen wird.
  3. AbsetzenNoch 2 Tage nach dem letzten Analverkehr weiter einnehmen, bzw. 7 Tage nach rezeptivem Vaginalverkehr.
Analverkehr: Nachlauf von 2 TablettenVaginalverkehr: Schutz nach 7 Tabletten

Eine Tablette pro Tag, zur festen Uhrzeit, zu einer Mahlzeit. Es ist das einzige Schema, das für rezeptiven Vaginalverkehr, bei chronischer Hepatitis B und bei feminisierender Hormontherapie gilt.

Nach Bedarf (2 + 1 + 1)
  1. 2 bis 24 Std. vorher2 Tabletten auf einmal.
  2. SexDer Schutz besteht etwa zwei Stunden nach der Doppeldosis.
  3. 24 Std. später1 Tablette.
  4. 48 Std. später1 Tablette — danach Ende, wenn kein weiterer Sex folgte.

Validiert für Analverkehr, außerhalb chronischer Hepatitis B und feminisierender Hormontherapie. Geht der Sex weiter: eine Tablette täglich, Ende zwei Tage nach dem letzten Kontakt.

Das Bedarfsschema passt nicht für alleEs ist nur für Analverkehr validiert. Für rezeptiven Vaginalverkehr gilt das tägliche Schema — die Vaginalschleimhaut braucht deutlich länger bis zu einer schützenden Konzentration, was genau die längere Anlaufzeit oben erklärt.
Österreich

In Österreich schützt die tägliche PrEP nach 7 Tabletten. Bei Analverkehr wird noch 2 Tage nach dem letzten Risiko weiter eingenommen; bei rezeptivem Vaginalverkehr ist der Schutz nach 7 Tabletten erreicht und die Einnahme läuft 7 Tage weiter.

Tägliches Schema
  1. Tag 1Eine Tablette pro Tag, immer zur gleichen Zeit, zu einer Mahlzeit.
  2. Nach 7 TablettenDer Schutz ist erreicht und bleibt bestehen, solange weiter eingenommen wird.
  3. AbsetzenNoch 2 Tage nach dem letzten Analverkehr weiter einnehmen, bzw. 7 Tage nach rezeptivem Vaginalverkehr.
Analverkehr: Nachlauf von 2 TablettenVaginalverkehr: Schutz nach 7 Tabletten

Eine Tablette pro Tag, zur festen Uhrzeit, zu einer Mahlzeit. Es ist das einzige Schema, das für rezeptiven Vaginalverkehr, bei chronischer Hepatitis B und bei feminisierender Hormontherapie gilt.

Nach Bedarf (2 + 1 + 1)
  1. 2 bis 24 Std. vorher2 Tabletten auf einmal.
  2. SexDer Schutz besteht etwa zwei Stunden nach der Doppeldosis.
  3. 24 Std. später1 Tablette.
  4. 48 Std. später1 Tablette — danach Ende, wenn kein weiterer Sex folgte.

Validiert für Analverkehr, außerhalb chronischer Hepatitis B und feminisierender Hormontherapie. Geht der Sex weiter: eine Tablette täglich, Ende zwei Tage nach dem letzten Kontakt.

Das Bedarfsschema passt nicht für alleEs ist nur für Analverkehr validiert. Für rezeptiven Vaginalverkehr gilt das tägliche Schema — die Vaginalschleimhaut braucht deutlich länger bis zu einer schützenden Konzentration, was genau die längere Anlaufzeit oben erklärt.
Schweiz

In Schweiz schützt die tägliche PrEP nach 7 Tabletten. Bei Analverkehr wird noch 2 Tage nach dem letzten Risiko weiter eingenommen; bei rezeptivem Vaginalverkehr ist der Schutz nach 7 Tabletten erreicht und die Einnahme läuft 7 Tage weiter.

Tägliches Schema
  1. Tag 1Eine Tablette pro Tag, immer zur gleichen Zeit, zu einer Mahlzeit.
  2. Nach 7 TablettenDer Schutz ist erreicht und bleibt bestehen, solange weiter eingenommen wird.
  3. AbsetzenNoch 2 Tage nach dem letzten Analverkehr weiter einnehmen, bzw. 7 Tage nach rezeptivem Vaginalverkehr.
Analverkehr: Nachlauf von 2 TablettenVaginalverkehr: Schutz nach 7 Tabletten

Eine Tablette pro Tag, zur festen Uhrzeit, zu einer Mahlzeit. Es ist das einzige Schema, das für rezeptiven Vaginalverkehr, bei chronischer Hepatitis B und bei feminisierender Hormontherapie gilt.

Nach Bedarf (2 + 1 + 1)
  1. 2 bis 24 Std. vorher2 Tabletten auf einmal.
  2. SexDer Schutz besteht etwa zwei Stunden nach der Doppeldosis.
  3. 24 Std. später1 Tablette.
  4. 48 Std. später1 Tablette — danach Ende, wenn kein weiterer Sex folgte.

Validiert für Analverkehr, außerhalb chronischer Hepatitis B und feminisierender Hormontherapie. Geht der Sex weiter: eine Tablette täglich, Ende zwei Tage nach dem letzten Kontakt.

Das Bedarfsschema passt nicht für alleEs ist nur für Analverkehr validiert. Für rezeptiven Vaginalverkehr gilt das tägliche Schema — die Vaginalschleimhaut braucht deutlich länger bis zu einer schützenden Konzentration, was genau die längere Anlaufzeit oben erklärt.
Anderswo

In Anderswo schützt die tägliche PrEP nach 7 Tabletten. Bei Analverkehr wird noch 2 Tage nach dem letzten Risiko weiter eingenommen; bei rezeptivem Vaginalverkehr ist der Schutz nach 21 Tabletten erreicht und die Einnahme läuft 28 Tage weiter.

Tägliches Schema
  1. Tag 1Eine Tablette pro Tag, immer zur gleichen Zeit, zu einer Mahlzeit.
  2. Nach 7 TablettenDer Schutz ist erreicht und bleibt bestehen, solange weiter eingenommen wird.
  3. AbsetzenNoch 2 Tage nach dem letzten Analverkehr weiter einnehmen, bzw. 28 Tage nach rezeptivem Vaginalverkehr.
Analverkehr: Nachlauf von 2 TablettenVaginalverkehr: Schutz nach 21 Tabletten

Eine Tablette pro Tag, zur festen Uhrzeit, zu einer Mahlzeit. Es ist das einzige Schema, das für rezeptiven Vaginalverkehr, bei chronischer Hepatitis B und bei feminisierender Hormontherapie gilt.

Nach Bedarf (2 + 1 + 1)
  1. 2 bis 24 Std. vorher2 Tabletten auf einmal.
  2. SexDer Schutz besteht etwa zwei Stunden nach der Doppeldosis.
  3. 24 Std. später1 Tablette.
  4. 48 Std. später1 Tablette — danach Ende, wenn kein weiterer Sex folgte.

Validiert für Analverkehr, außerhalb chronischer Hepatitis B und feminisierender Hormontherapie. Geht der Sex weiter: eine Tablette täglich, Ende zwei Tage nach dem letzten Kontakt.

Das Bedarfsschema passt nicht für alleEs ist nur für Analverkehr validiert. Für rezeptiven Vaginalverkehr gilt das tägliche Schema — die Vaginalschleimhaut braucht deutlich länger bis zu einer schützenden Konzentration, was genau die längere Anlaufzeit oben erklärt.
Wir konnten diesen Punkt für Ihr Land nicht anhand einer offiziellen Quelle bestätigen. Verstehen Sie ihn als Ausgangspunkt für ein Gespräch mit einer Fachperson, nicht als lokale Empfehlung.
04

Was wir über die Wirksamkeit wissen

Die Wirksamkeit hängt nicht vom Glück ab, sondern von der Regelmäßigkeit.

86 %geringeres InfektionsrisikoStudien ANRS IPERGAY und PROUD, Intention-to-treat — reale Einnahmetreue eingeschlossen
≈ 100 %Wirksamkeit bei korrekter EinnahmeDokumentierte Versager hängen fast immer mit zu seltener Einnahme zusammen
10 JahreErfahrungIn Europa seit 2016 zugelassen, von Hunderttausenden genutzt

Studien, die den Wirkstoffspiegel im Blut gemessen haben, zeigen es deutlich: Entspricht der Spiegel einer korrekten Einnahme, sind Infektionen die große Ausnahme. Das erklärt auch den Abstand zwischen den Studienzahlen und der Wirksamkeit bei Menschen, die ihr Schema wie vorgesehen einhalten.

05

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Die häufigsten Effekte betreffen den Magen-Darm-Trakt und sind vorübergehend; im Blick behalten muss man Nieren und Hepatitis B.

Erste WochenÜbelkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen bei einer Minderheit. Diese Effekte klingen meist innerhalb weniger Wochen ab.
NierenLeichter Rückgang der Nierenfunktion, überwacht per Kreatininwert. Nach dem Absetzen rückläufig.
KnochenGeringe Abnahme der Knochendichte, ohne belegte Folgen, nach dem Absetzen rückläufig.
NiereninsuffizienzOrale PrEP wird unterhalb einer glomerulären Filtrationsrate von 50 mL/min nicht empfohlen.
Chronische Hepatitis BNur im täglichen Schema möglich, mit fachärztlicher Begleitung — abruptes Absetzen kann die Hepatitis reaktivieren.
Schwangerschaft, Stillzeit, VerhütungDie orale PrEP kann fortgeführt oder begonnen werden, mit abgestimmter Betreuung. Keine Wechselwirkung mit hormoneller Verhütung.
Ein HIV-Test ist vor dem Start unerlässlichEine PrEP zu beginnen, während man bereits unwissentlich infiziert ist, begünstigt Resistenzen und würde spätere Therapien einschränken. Der Test wird bei jeder Kontrolle wiederholt.
06

Vor dem Start: die Untersuchung

Eine Sprechstunde und eine Blutuntersuchung genügen.

  1. 1
    HIV-TestUnerlässlich, samt Einschätzung einer möglichen ganz frischen Infektion.
  2. 2
    HepatitisSerologien für Hepatitis B und C sowie Prüfung des Impfstatus (Hepatitis A und B, HPV).
  3. 3
    STI-ScreeningJe nach Praktiken: Syphilis, Chlamydien und Gonokokken (Rachen, Anus, Urin, Vagina).
  4. 4
    NierenfunktionEin Kreatininwert, um die Nieren vor dem Start zu prüfen.
  5. 5
    Das RezeptBesprechung des Schemas, der Verhütung falls relevant, und Ausstellung des Rezepts.
07

Die Kontrollen im Verlauf

Etwa alle drei Monate ein Termin: HIV-Test, STI-Screening, Folgerezept.

Erster TerminVollständige Untersuchung, Wahl des Schemas, erstes Rezept
1 Monat späterHIV-Test, Verträglichkeit, ggf. Anpassung des Schemas
Danach alle 3 MonateHIV-Test, STI-Screening, Folgerezept
Alle 6 bis 12 MonateKreatinin, Hepatitis-Serologien, falls nicht immun

Der Abstand kann je nach Bedarf und Schema zwischen zwei und sechs Monaten liegen. Diese Kontrollen sind keine Formalität: Das wiederholte STI-Screening ist einer der am besten belegten indirekten Vorteile der PrEP, weil es Infektionen früh behandelt, die oft keine Symptome machen.

Die PrEP im Alltag verfolgenDie App My PrEP übernimmt die Einnahmeerinnerungen, taktet das Bedarfsschema und kündigt Folgerezepte und Screenings an.
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08

Wo Sie sie bekommen und was sie kostet

Wer die PrEP verordnen darf und wer sie bezahlt, unterscheidet sich je nach Land — das ist der Punkt, den Sie vor Ort prüfen sollten.

Deutschland

In Deutschland ist die orale PrEP seit dem 1. September 2019 Kassenleistung für gesetzlich Versicherte ab 16 Jahren mit substanziellem Risiko, einschließlich der vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen. Es gilt die übliche Zuzahlung — 10 € je Dreimonatspackung.

Österreich

Die PrEP ist in Österreich verfügbar, die genauen Modalitäten konnten wir aber nicht bestätigen. Eine Beratungsstelle weiß, wer sie vor Ort verordnen darf.

Wir konnten diesen Punkt für Ihr Land nicht anhand einer offiziellen Quelle bestätigen. Verstehen Sie ihn als Ausgangspunkt für ein Gespräch mit einer Fachperson, nicht als lokale Empfehlung.
Schweiz

Die PrEP ist in Schweiz verfügbar, die genauen Modalitäten konnten wir aber nicht bestätigen. Eine Beratungsstelle weiß, wer sie vor Ort verordnen darf.

Wir konnten diesen Punkt für Ihr Land nicht anhand einer offiziellen Quelle bestätigen. Verstehen Sie ihn als Ausgangspunkt für ein Gespräch mit einer Fachperson, nicht als lokale Empfehlung.
Anderswo

Die PrEP ist in Anderswo verfügbar, die genauen Modalitäten konnten wir aber nicht bestätigen. Eine Beratungsstelle weiß, wer sie vor Ort verordnen darf.

Wir konnten diesen Punkt für Ihr Land nicht anhand einer offiziellen Quelle bestätigen. Verstehen Sie ihn als Ausgangspunkt für ein Gespräch mit einer Fachperson, nicht als lokale Empfehlung.
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Häufige Fragen

Die Fragen, die in der Sprechstunde am häufigsten kommen.

Ich habe eine Tablette vergessen, was nun?

Im täglichen Schema nehmen Sie sie, sobald Sie daran denken, ohne die nächste Dosis zu verdoppeln. Ein einzelnes Vergessen hebt den Schutz nicht auf, wiederholtes Vergessen schwächt ihn aber — bei vaginalem Risiko noch deutlicher. Bei Unsicherheit nach dem Sex ist eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) innerhalb von 48 Stunden möglich, in der Notaufnahme oder in einer Beratungsstelle.

Kann ich aufhören, wann ich will?

Ja, aber nicht am selben Tag wie der letzte Sex. Wie lange Sie weiter einnehmen, hängt vom Schema und von der Art des Sex ab: Der Abschnitt zu den Schemata oben nennt Ihre Zahlen. Sagen Sie es Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, besonders bei chronischer Hepatitis B, wo das Absetzen begleitet werden muss.

Brauche ich weiterhin Kondome?

Die PrEP schützt nicht vor anderen STI. Das Kondom bleibt das einzige Mittel, das auch dieses Risiko senkt; das vierteljährliche Screening der Kontrollen ergänzt das.

Ich nehme Hormone — passt das zusammen?

Ja. Bei feminisierender Hormontherapie wird das tägliche Schema empfohlen, da die Daten zum Bedarfsschema in dieser Situation nicht ausreichen. Mit hormoneller Verhütung gibt es ebenfalls keine Wechselwirkung.

Fällt das auf?

Die Tablette ist ein gängiges Generikum, auf der Packung steht nichts von HIV. In Ländern mit anonymen Zentren kann der ganze Weg außerhalb der Krankenakte bleiben.

Medizinischer Hinweis

Diese Seiten dienen der Information und Aufklärung. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind weder eine Diagnose noch eine Verordnung. Bei Fragen zur HIV-Prävention wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit.

Quellen

Geprüft und aktualisiert im 16. August 2026